1. Wasserspielplatz am Uelzener Hellweg

Wimmelbild Mühlhausen/Uelzen

Rutschen, baggern, Matsche machen – oder doch lieber im Schatten chillen? Ein Nachmittag auf unserem großen Spielplatz ist wie ein kleiner Urlaub.

Als Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre im Westen von Uelzen ein großes Neubaugebiet entstand, war klar: Für die vielen Kindern, die hier bald wohnen würden, (und selbstverständlich auch für alle anderen) musste ein Spielplatz her. Und so rollten Bagger und Lastwagen an, um den ehemaligen Acker in eine abwechslungsreiche Landschaft mit Hügeln, dicken Steinen, schlängelnden Pfaden, Rasen- und Kiesflächen zu verwandeln.

Der Sandkasten mit Pumpen und Wasserläufen in der Bauphase

Der Sandkasten mit Pumpen und Wasserläufen in der Bauphase, Blick von Westen nach Osten

Bauphase 2005

Bauphase 2005, Blick von Süden nach Norden, rechts das große Klettergerüst, das 2022 ersetzt wurde

Klettergerüste aus Holzbalken, Seilmatten, Wasserpumpen, mehrere Schaukeln, zwei Rutschen und ein großer Sandkasten mit zwei Spielbaggern folgten. Außerdem wurden viele Bäume gepflanzt. Anfangs waren sie noch recht klein und boten wenig Schatten. Und darum hieß es im Sommer aus den Fenstern der umliegenden Häuser regelmäßig: „Kinder, kommt rein, Schattenpause!“ Und noch etwas stellte die Eltern in den ersten Jahren vor eine Herausforderung: Wenn die älteren Kinder im Sandkasten baggerten, wurde es dort für die Kleinen schnell zu gefährlich. Einige Mütter wandten sich daher an das Kinder- und Jugendbüro der Stadt. Das reagierte und sorgte für einen zweiten Sandkasten mit einem roten Spielhäuschen speziell für die jüngsten Besucherinnen und Besucher des Spielplatzes.

Kinder erobern das neue Klettergerüst

Kinder erobern das neue Klettergerüst, Blick von Süden nach Norden.

Das neue Klettergerüst mit der wiederverwendeten Rutsche

Das neue Klettergerüst mit der wiederverwendeten Rutsche, Blick von Norden nach Süden

2021/2022 musste das große, in die Jahre gekommene Klettergerüst aus Sicherheitsgründen abgebaut werden. An seiner Stelle wurde ein neues Klettergerüst errichtet. Was das alles bieten sollte, dafür hatten Eltern und Kinder jede Menge Ideen. Viele Wünsche wurden erfüllt, zum Beispiel bunte Griffe zum Bouldern, Ringe zum Hangeln, Stelzen zum Balancieren und Reckstangen zum Turnen. Ein Beitrag zur Nachhaltigkeit: Die alte Rutsche wurde wiederverwendet und am neuen Spielturm befestigt.

Balken zum Balancieren

Balken zum Balancieren in der Nähe des neuen Klettergerüsts

Reckstangen zum Turnen

Reckstangen zum Turnen dürfen nicht fehlen.

Der Spielplatz war und ist ein beliebter Treffpunkt für Familien. Viele kommen mit dem Fahrrad oder dem Lastenrad her. Für die Drahtesel stehen Bügel zum Anschließen bereit. Die Bäume sind mittlerweile so groß, dass sie im Sommer schattige Plätzchen bieten. Die nutzen die Kinder gern, um spontan auf einer Decke ausrangierte Spielsachen oder Bücher zu verkaufen oder um mit anderen gemeinsam zu basteln.

Alle Fotos: Susanne Tommes