23. Gut Borgmühl

Wimmelbild Mühlhausen/Uelzen

Im Mittelalter lebte hier eine Ritterfamilie. Ihre Mühle soll westlich vom Gut am Mühlbach gelegen und nicht so gut funktioniert haben.

Etwas nördlich von Mühlhausen liegt der Hof Borgmühl. Heute sieht man dort vor allem Felder und einen Hof. Aber vor vielen hundert Jahren war dieser Ort etwas ganz Besonderes.

Der Name „Borgmühl“ klingt ein bisschen geheimnisvoll. Er bedeutet ungefähr „Burgmühle“. Das passt gut, denn früher soll es dort eine Mühle gegeben haben. Eine Mühle war für die Menschen sehr wichtig: Dort wurde Getreide zu Mehl gemahlen, damit man Brot backen konnte.

Im Mittelalter lebte auf Borgmühl eine Ritterfamilie. Sie hieß von Sprenge. Ritter wohnten damals nicht immer in großen Märchenschlössern. Manchmal lebten sie auch auf befestigten Höfen oder kleinen Adelssitzen. Von dort aus verwalteten sie Land, Tiere und Felder.

Wenn man heute an Borgmühl vorbeikommt, sieht man vielleicht nicht sofort Ritter, Mühlen oder alte Türme. Aber der Ort erzählt trotzdem eine spannende Geschichte: von Bauern, Rittern, einer alten Mühle, einem verschwundenen Turm und von Menschen, die hier schon vor vielen Jahrhunderten gelebt haben.

Seit mehr als 100 Jahren gehört der Hof Borgmühl auch zur Geschichte der Familie Wisselmann. Schon im Jahr 1911 wird Heinrich Wisselmann als Landwirt auf Borgmühl genannt. Das bedeutet: Kinder, Eltern, Großeltern und Urgroßeltern der Familie haben hier über viele Jahre gelebt und gearbeitet. So ist Borgmühl nicht nur ein Ort mit Rittergeschichte, sondern auch ein Hof, auf dem seit langer Zeit eine Familie zu Hause ist.

Hof Borgmühl im Juni 1989

Ein Foto aus Juni 1989. (Foto Hannelore Thomas)

Hof Borgmühl im Juni 2026

Ein Foto aus Juni 2026. Zu sehen ist die Rückseite des Hof Borgmühls mit angrenzenden Gebäudeteilen. (Foto Nicole Siebert)