13. Alte Scheune

Wimmelbild Mühlhausen/Uelzen

Besonders ins Auge fällt die Scheune an der Heerener Straße. Errichtet am 12. Juni 1862, wurde sie teilweise aus älteren Balken gebaut, manche stammen sogar aus dem Jahr 1744. Auf dem Torbalken ist in sorgfältiger Schrift zu lesen:

„Wilhelm Kölker. den 12. Junni 1862 Sophia Server. Mein Jesus mein Herz freuet sich das du so gerne hilfst. Ich will dem Herrn Danken das er so wohl an mir thut. Ehey.“

Der Hof Grundmann, später Kölker, ist ein Stück lebendige Geschichte in Mühlhausen. Wahrscheinlich gehörte er ursprünglich als Lehnsgut zur berühmten Abtei (Essen-) Werden. 1654 taucht er in den Aufzeichnungen als „Hof Gruntman“ auf. Über die Jahrhunderte wechselte der Hof immer wieder den Besitzer: Er gehörte zum Hof Schulze-Wiehenbrauck und war ab dem 17. Jahrhundert mit Haus Dölberg in Nordlünern verbunden. 1824 war ein Teil des Hofes im Besitz der preußischen königlichen Domäne.

Am 10. April 1945 hinterließ der Zweite Weltkrieg seine Spuren: Das Hauptgebäude, ein Fachwerkbau, brannte durch Artilleriebeschuss der einmarschierenden Amerikaner vollständig ab. In den folgenden Jahren wurde es jedoch wieder aufgebaut und prägt heute erneut das Straßenbild.

1991 und 2002 wurde die Scheune renoviert, sodass sie bis heute erhalten geblieben ist. Wer genau hinsieht, kann sogar noch Balken entdecken, auf denen zu lesen ist:

„Anno 1744 den 14. Junni.“

Scheune Kölker 1991

1991. Die laut Inschrift 1862 errichtete Scheune des Hofes Grundmann/Kölker, bevor sie in einer Gemeinschaftsaktion mit dem Heimatverein im Laufe des Jahres außen renoviert wurde. Rechts hinten ein Teil des Hauptgebäudes, damals noch unverputzt.