Erleywiesen

Eine Naturschutzfläche des Heimatvereins Mühlhausen/Uelzen

22.573 m² · erworben 28.08.1995


Diese Fläche wurde am 28.08.1995 erworben.

Mit Hilfe der "Nordrhein-Westfalen-Stiftung" für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege hat der NABU (Naturschutzbund Deutschland) Kreisverband Unna e. V. in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen durch Kauf und anschließenden Tausch die auf der Ost- und Westseite des Storksbachs-Süd gelegene Fläche in der Größe von 22.638 qm für den Natur- und Landschaftsschutz erworben – einschließlich eines Teils des "Im Erley" genannten Weges.

(Den südlich des Storksbachs-Süd gelegenen "Storksbachbruch" mit zwei Quellen hat der NABU bereits seit 1985 von der Stadt Unna gepachtet und dort 1986 den großen Teich angelegt).

Die Übergabe der bis dahin als Acker genutzten Flächen an den NABU erfolgte im Herbst 1997.

Der Bereich westlich des Storksbachs wurde großenteils eingezäunt und wird seitdem als extensive Viehweide (maximal 2 Großvieheinheiten je ha) genutzt.

Im Frühjahr 1998 wurden am südlichen Teil des Storksbachs-Süd einige Bäume (Kopfweiden, Erlen, Eschen) und Sträucher gepflanzt und eine "modifizierte Benjeshecke" (locker aufgehäufter Baum- und Strauchschnitt mit einzelnen Heckenpflanzen) angelegt.

Der Teil östlich des Storksbachs diente zunächst als extensive Mähwiese. Im Herbst 1998 wurden dort etwa 10 Obstbäume (Birnen, Mispeln) gepflanzt.

Die Streifen unmittelbar am Bach sollen weitgehend von Bäumen und Sträuchern frei bleiben, damit sich das dort vorhandene Röhricht weiter ausbreiten kann.

Zwischen der neu eingerichteten Viehweide und dem Wald hat sich durch natürliche Sukzession ein Waldrand entwickelt. Außer drei kleinen Stieleichen (Sämlinge der alten – nicht mehr vorhandenen – Eiche des Mühlhauser Hofes Lategahn) wurde dort nichts gesät oder gepflanzt. Inzwischen hat sich eine große Zahl Erlen selbst ausgesät.

Der im Nordteil des Grundstücks in Rohren verlaufende Storksbach-Nord wurde am 29./30.10.1999 freigelegt. Hierfür ist in besonderer Weise der Tiefbaufirma Düchting aus Hamm zu danken, die den Bagger zur Verfügung stellte, und Albrecht Blotenberg aus Uelzen, der die Baggerarbeiten ausführte.

Im Frühjahr 2000 wurden der renaturierte Bachlauf und die Wälle entsprechend den Planungsvorgaben (vor allem Schwarzdorn, Weißdorn, Schwarzer Holunder, Hundsrose, Faulbaum, Weiden) bepflanzt. Es handelt sich hierbei um "autochthone" Pflanzen, die aus dem Kreis Unna und teilweise sogar aus Mühlhausen/Uelzen stammen. So sind die beiden Stieleichen im Nordosten der Erleywiese/Ost Sämlinge von der großen Eiche des ehemaligen Hofes Schlünder in Mühlhausen (Heinrich-Lange-Weg 10).

Auf dem östlichen Wall stehen drei Ulmen, die in Europa durch das "Ulmensterben" selten geworden sind; eine von ihnen ist mit inzwischen mehr als 12 m Höhe der höchste Baum des Walls.

Im Frühjahr 2002 wurde die Wiese auf der Ostseite des Storksbachs eingezäunt und die Schutzhütte errichtet. Dort hält seit dem 21. Mai 2002 der "Skudden-Verein" Mühlhausen/Uelzen die stark gefährdete, kleinste deutsche Schafsrasse.

Das Flurstück am Ende dieses Weges nennt sich ‚Erley‘; dies bedeutet ‚Ödland (= Ey), auf dem Erlen wachsen‘. ‚Storksbach‘ bedeutet ‚Storchenbach‘.

Die auf der Westseite des Storksbachs gelegene Fläche ist Teil des 1997 festgesetzten, knapp 200 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide-Mühlhauser Mark".

  • renaturierter Bachlauf (Firma Düchting)
  • Feldgehölze
  • Obstbäume
  • extensive Viehweide
  • Waldrandgestaltung
  • Lebensraum für Skudden

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