Cornelkamp
Eine Naturschutzfläche des Heimatvereins Mühlhausen/Uelzen
13.239 m² · erworben 14.12.1994
Diese Fläche wurde am 14.12.1994 erworben. (Geburtstagsspende von Dr. J. Cornelissen)
Diese 13.239 qm große Fläche (etwa 46 x 287 m) wurde zum 1.1.1995 vom NABU (Naturschutzbund) Kreisverband Unna e.V. in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen für den Natur- und Landschaftsschutz erworben.
Ursprünglich war der nördliche Teil Wald, dann Acker, der südliche Viehweide, schließlich wurde die gesamte Fläche als Acker genutzt; 1994 lag sie brach.
Das Grundstück steigt von 72,5 auf 75,5 m an und gehört zur Mühlhauser Mark, deren Südgrenze das frühere Bett des Ahlbachs am Spanierkampweg entlang war. Nunmehr ist der Großteil in der Mitte wieder Wiese, die zweimal im Jahr gemäht wird (nicht vor dem 10. Juni und ab Ende August).
Am Wald entlang wurde auf einem 15 m breiten Streifen ein Waldsaum aus unterschiedlichen Sträuchern und kleineren Bäumen angelegt mit einer Hochstaudenflur am Rand und in den Buchten.
Am Nord- und Südende wurde je ein kleines Gehölz gepflanzt verbunden mit einer Benjeshecke (abgeschnittenes Ast- und Strauchwerk). Im Nordteil wurde aus Weidenästen ein Totholzhaufen als Unterschlupf für die verschiedensten Tiere aufgeschichtet.
Auf der Westseite wurden in einer Reihe Wildobstbäume und -sträucher gepflanzt: Kornelkirschen, Ebereschen, Vogelkirsche, Wildapfel und -birne, Wildpflaume, Mispel, Sanddorn, Zimtrose, 3 Speierlinge (Sorbus domestica, gepflanzt Anfang 1998), Elsbeere ("Lutherin-Baum" = Sorbus torminalis, gepflanzt am 7.11.01, erste Früchte 2014), 2 Kreten oder Haferschlehen (Prunus insititia, aus Flensburg, gepflanzt am 31.1.2008). Hinzu kamen einige Einzelbäume aus Stecklingen oder Sämlingen von großen, alten Bäumen aus dem Bereich um Haus Heyde: Echte Schwarzpappel (nicht mehr vorhanden), Fahlweide, Esche.
Am 20.3.1997 pflanzte die Gelsenwasser AG in der Nordostecke eine Stieleiche anlässlich ihrer Spende von 5.000 DM zum Landkauf für die Natur.
Im August 1997 wurden bei einer Kartierung folgende fünf Arten Heuschrecken festgestellt: Gemeine Eichenschrecke, Gemeiner Grashüpfer, Gewöhnliche Strauchschrecke (häufig), Grünes Heupferd, Roesels Beißschrecke (häufig).
Der große Teich (625 qm Fläche, über 750 cbm Inhalt) im südlichen Teil wurde am 27.9.1996 ausgeschachtet. Hierfür ist vor allem der Tiefbaufirma Düchting aus Hamm zu danken, die den Bagger stellte und herantransportierte, und Albrecht Blotenberg aus Uelzen, der die Baggerarbeiten ausführte. Da der Teich begann zuzuwachsen und immer stärker beschattet wurde, erfolgte am 21.9.2009 eine Sanierung, wieder ausgeführt durch Albrecht Blotenberg mit einem Bagger der Firma Düchting. Dabei wurde der Teich vergrößert und etwas vertieft.
Im Verlauf des Jahres 2008 wurden folgende neun Libellenarten im Bereich des Teichs beobachtet: Frühe Adonislibelle, Hufeisen-Azurjungfer, Große Pechlibelle, Vierfleck, Großer Blaupfeil, Große Königslibelle, Falkenlibelle, Gemeine Becherjungfer, Kleines Granatauge; in vorhergehenden Jahren, so 2003, auch die bei uns seltenen Arten Fledermaus-Azurjungfer, Südlicher Blaupfeil, Falkenlibelle und Feuerlibelle.
Das Grundstück ist Teil des 1997 festgesetzten, knapp 200 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide-Mühlhauser Mark".
Maßnahmen
- Tümpel (Firma Düchting)
- Waldsaum
- Benjeshecke
- Wildobstbäume
- Schwarzpappeln
- Hochstaudenflur
- extensive Heuwiese