Am Spechtwald
Eine Naturschutzfläche des Heimatvereins Mühlhausen/Uelzen
30.487 m² · erworben 15.04.1997
Diese Fläche wurde am 15.04.1997 erworben.
Dieses Gelände im Naturschutzgebiet "Uelzener Heyde – Mühlhauser Mark" wurde im April 1997 vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) Kreisverband Unna e.V. in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes gekauft.
Möglich wurde der Kauf durch die Unterstützung des Landes NRW und die Spenden der Stadt Unna, der Stadtwerke Unna, der Gelsenwasser AG, der Wingas GmbH und zahlreicher Bürger.
Beim Kauf waren 5.205 qm der insgesamt 30.487 qm großen Fläche Wald. Der östliche Waldteil (120 x 45/26 m) erstreckt sich keilförmig bis an die Schachtkuhlen der 1968 stillgelegten Bahnlinie Königsborn-Welver und ist anscheinend in den 1960er Jahren angelegt worden. Reste von Bomben– oder Granattrichtern aus dem 2. Weltkrieg sind noch zu sehen. Der andere Teil (55 x 15 m), ein Streifen im Nordwesten, besteht vorwiegend aus Eichen, die um 1900 gepflanzt wurden.
Die zuletzt mit Triticale bestellte Ackerfläche ist seit Herbst 1998 stillgelegt. Der Großteil des bisherigen Ackers wurde zu extensivem Dauergrünland (ein- oder zweischürige Mähwiese).
Auf einem 10 m breiten Streifen auf der Ostseite entwickelt sich seit Herbst 1997 ein Waldrand. Zur Unterstützung wurde eine kleine Anzahl Pflanzen eingesetzt, die sich in der Umgebung ausgesät hatten (Stieleiche, Eberesche, Schwarzdorn, Weißdorn, Holunder, Heckenrose, Brombeere).
Am "Tag der Weide" 1998 (1. Samstag im Jahr) wurden zwei Totholzhaufen aus abgesägten Weidenästen aufgeschichtet.
Am 17.2.1999 wurde auf der Süd- und Westseite eine dreireihige Hecke angepflanzt. Die etwa 340 Sträucher hierfür (Schwarzdorn, Wildrose, Weide, Hartriegel, Weißdorn, Korbweide) wurden vom Umweltzentrum des Kreises Unna bereitgestellt, die sie aus Pflanzen vermehrt hatte, die "seit Menschengedenken" irgendwo im Kreis Unna wachsen. In den beiden Hecken wurden drei große Durchlässe frei gelassen.
Am 20.6.1999 wurde in der Südwestecke eine Stieleiche gepflanzt, die von der Eichel einer großen Eiche des ehemaligen Hofes Lange in Mühlhausen stammt (steht am Rand des Grundstücks Heinrich-Lange-Weg 1).
Am 25.2.2000 wurden im Norden des Grundstücks zur Bildung eines Waldrandes 85 Sträucher (Schwarzdorn, Weißdorn, Faulbaum, Wildapfel, Weide) eingesetzt, ebenfalls "autochthone" Pflanzen vom Umweltzentrum Westfalen.
Der Name "Am Spechtwald" für das neue Biotop wurde gewählt, weil der Buntspecht "Vogel des Jahres 1997" war und im angrenzenden Wald der Specht noch seine Bruthöhlen hat.
Die Fläche liegt 72,5 m hoch und diente in früheren Jahrhunderten als gemeinsame Waldweide für das Vieh von Mühlhausen.
Das Grundstück ist Teil des 1997 festgesetzten, knapp 200 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide-Mühlhauser Mark".
Maßnahmen
- 0,5 ha Naturwald
- Waldrandgestaltung
- Totholzhaufen für Eidechsen und Insekten
- extensive Mähwiese