Am Mühlbach

Eine Naturschutzfläche des Heimatvereins Mühlhausen/Uelzen

616 m² · erworben 1996


Diese Fläche wurde 1996 durch Tausch gegen den Südzipfel „Am Waldrand" erworben.

### Ostteil

Diese 616 qm große Fläche (etwa 20 x 30 m) wurde 1996 im Tausch gegen den Südzipfel des Grundstücks "Am Waldrand" in der Mühlhauser Mark vom Naturschutzbund Deutschland, Kreisverband Unna e.V. (NABU) in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes erworben.

Möglich wurde der Erwerb durch viele Spenden naturliebender BürgerInnen und durch die Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Übergabe des Grundstücks erfolgte im Herbst 1996.

Im Winterhalbjahr 1996/97 wurden am Mühlbach entlang zwei Kopfweiden und einige Erlen gepflanzt. Die Erlen sind Sämlinge der alten Erle am Spanierkampweg neben dem Ahlbachkamp.

Auf der Fläche soll sich eine Hochstauden- und Röhrichtflur entwickeln. Auch der am Nordrand stehende Schwarzdorn soll sich weiter ausbreiten können.

Das Grundstück ist Teil des Mitte 1997 festgesetzten, etwa 190 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide – Mühlhauser Mark".

Das Gelände liegt etwa 71 m ü.d.M. und wird im Süden durch den Mühlbach begrenzt, der in Mühlhausen im Hof der früheren Schule (Fachwerkhaus Heerener Str. 39) entspringt und nördlich von Heeren-Werve in die Seseke mündet.

Im Osten grenzt das Grundstück an den "NABU-Storksbachbruch", den der NABU Kreis Unna am 1.10.1985 für Naturschutzzwecke von der Stadt Unna gepachtet hat und seitdem betreut.

Der Wald im Norden des Grundstücks wurde in den 1970er Jahren von der Stadt Unna angepflanzt als Ausgleichsmaßnahme für die Karstadt-Ansiedlung in Königsborn.

### Westteil (Am Mühlbach West, Nr. 20)

Am 19.5.2005 wurde die westlich angrenzende Mähwiese in der Größe von 6.758 qm erworben. Die Übergabe erfolgte im Herbst 2006. Seitdem sind beide Grundstücke wieder vereinigt.

Am 30. und 31.1.2006 wurde ein 25 m x 12,5 m großer Teich angelegt. Das Ausbaggern nahm Albrecht Blotenberg aus Uelzen vor. Der Aushub in der Menge von 371 Tonnen oder etwa 220 Kubikmeter war auf eine Deponie abzutransportieren.

Ende Februar/Anfang März 2006 wurden das gesamte Grundstück und der Teich (damit er nicht vom Vieh verschmutzt wird) mit einem Weidezaun umgeben. Es ist jetzt extensive Viehweide und verbunden mit dem östlich anschließenden "NABU-Storksbachbruch".

Die Kosten für den Kauf des Grundstücks, die Anlegung des Teichs und für die Materialien des Weidezauns trug die NRW-Stiftung. Die Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna (GWA) gestattete die kostenlose Ablagerung des Aushubs.

Die Grundstücke sind Teil des 1997 festgesetzten, knapp 200 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide-Mühlhauser Mark".

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